Presse und Informationen

17.08.2020

der Bürgerinitiative „Kein Erdöl aus Offenbach e.V.

Neues von der BI
➢ BI engagiert Anwalt für Akteneinsicht
➢ Erntedank-Fest und Aktion zum Thema Trinkwasser am 4. Oktober
➢ Online-Petition in Vorbereitung

Weder Sommerloch noch Corona-Krise haben die Mitglieder der BI „Kein Erdöl aus Offenbach“ ausbremsen können:
Inzwischen hat die Firma Neptune Energy beim Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) eine Umweltverträglichkeitsvorprüfung für ihr Vorhaben im Offenbacher Feld beantragt.

Damit die  Mitglieder der Bürgerinitiative und auch interessierte Bürgerinnen und Bürger über dieses und eventuelle weitere Verfahren möglichst direkt und zeitnah informiert sein können, haben wir  einen in Umweltangelegenheiten erfahrenen Juristen engagiert. Ein Antrag auf Akteneinsicht beim LGB ist bereits gestellt.
Nachdem wir schon Gespräche mit den rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten von CDU und B90/DIE GRÜNEN geführt haben, steht derzeit noch ein Termin mit der SPD aus, um parteiübergreifend auch auf Landesebene für die Anliegen der BI zu kämpfen. Wir bleiben engagiert, zeigen doch andere Beispiele, dass es möglich ist, Fördervorhaben nach Kohlenwasserstoffen (Gas, Erdöl) zu verhindern.

Ein Beispiel ist der Erfolg der BI Lebensraum Vorpommern: Hier lehnte der Kreistag die Erdgasförderung ab auf Antrag der Parteien DIE LINKE, SPD und B90/DIE GRÜNEN.
Siehe https://lebensraum-vorpommern.de/
Die Bürgerinitiative „Kein Erdöl aus Offenbach e.V.“ plant zudem einen Erntedank- Fest im Offenbacher Feld am Sonntag, 4. Oktober 2020, und lädt dazu alle Interessierten herzlich ein.

Im Offenbacher Feld zwischen Offenbach und Herxheim, in unmittelbarer Nähe zur geplanten Erdölerkundungsbohrung, soll anschließend schwerpunktmäßig über den wertvollsten Bodenschatz, das Wasser, informiert werden.

So können wir unsere Sorge über die Auswirkungen und Gefahren des Bohrvorhabens auf unser Grundwasser und Trinkwasser besser verständlich machen, Ein weiteres Projekt  ist eine Online-Petition zur Änderung des Bundes-Berggesetzes. Im veralteten Bergrecht hat stets die Gewinnung von Bodenschätzen Vorrang vor Umweltschutz und öffentlichen Belangen.

Dies gilt es zu ändern im Sinne eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgangs mit unseren endlichen Ressourcen. Die Petition ist in Vorbereitung und wurde aktuell beim Petitionsausschuss des Bundestages eingereicht. Sobald diese online zur Mitzeichnung bereit steht, werden wir darüber informieren und rufen schon jetzt dazu auf:

„Bitte unterstützen Sie uns!

Unterzeichnen Sie diese Petition und unterstützen Sie damit die Anliegen der Bürgerinitiative bzw. unserer Umwelt!“

Information 25.09.2020

Neues von der BI

  • Online- Petition ist eingereicht, Start der Unterzeichnungsfrist 21.09.2020

  • Erntedank-Gottesdienst am 04.10.20 mit Information zum Thema Wasser. Angebote für Kinder Drachensteigen, Kürbisschnitzen und Malwerkstatt.

 

Online-Petition gegen veraltetes Bergrecht, ID 114894
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_08/_20/Petition_114894.html

Jede Stimme zählt! Jeder kann uns mit seiner Stimme in unserem Engagement unterstützen, eine Erdölförderung auf den Äckern vor Offenbach und an anderen Orten in Deutschland zu verhindern.

Wir haben eine entsprechende Petition an den Petitionsausschuss des Bundestags zur Änderung des Bergrechtes eingereicht. Diese ist seit Montag, 21. September 2020 online. Helfen Sie mit, alte Strukturen und altes Recht aufzubrechen, die den Umweltschutz und den Bürgerwillen vollkommen ignorieren. Das veraltete und dringend überholungsbedürftige Bergrecht stellt die Rohstoffgewinnung stets über die Belange von Umweltschutz und Öffentlichkeit. Es widerspricht nicht nur dem Pariser Klimaschutzabkommen und der Wasser- Rahmenrichtlinie der EU, sondern auch dem § 20a des Grundgesetzes, der den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen beinhaltet. Das gilt es zu ändern!

Die Petition fordert, Umweltschutz und Öffentlichkeitsbeteiligung der Rohstoffgewinnung gleichzustellen, Mitsprache- und Klagerecht für Bergbaubetroffene, Beweislastumkehr zu Gunsten der Bergbaubetroffenen und die Rückstellungen für die Ewigkeitskosten, die eine Regulierung von Schadensfällen und den Rückbau ohne Beteiligung der öffentlichen Hand sicherstellen.

Damit die Petition öffentlich zur Beratung in den Bundesrat gelangen kann, benötigt die Bürgerinitiative innerhalb von 28 Tagen ein Quorum von 50.000 Mitzeichnern, also 50.000 Stimmen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns bundesweit mit unterschiedlichen Bürgerinitiativen vernetzt, die in ähnlicher Weise von dem veralteten Bergrecht betroffen sind. Wir rechnen mit zahlreichen Unterstützern, denn nur gemeinsam kann ein so „dicker Brocken“ wie die Novellierung des Bergrechts gestemmt werden.

Umfangreiche Unterstützung hat zudem die Landauer Gruppe von „Fridays for Future“ zugesichert. Am 25. September 2020 finden bundesweit in zahlreichen Städten Veranstaltungen zum Thema Energiewende statt. Deutschlandweit wird eine Rede der BI „Kein Erdöl aus Offenbach“ verlesen, in der unsere Petition vorgestellt wird.

Die Energiewende verlangt den Ausstieg aus fossilen Energieträgern – also kein Erdöl aus Offenbach !

Wasser ist Leben – Erntedank-Gottesdienst auf dem Feld am Sonntag, den 4. Oktober 2020

Das Thema Wasser ist sehr direkt mit dem Thema Erdölförderung verknüpft. Daher wollen wir auf unseren wertvollen Bodenschatz , nämlich das Wasser, aufmerksam machen und laden zu einer Informationsveranstaltung unter dem Motto „Wasser ist Leben“ in unmittelbarer Nähe des Ackers ein, auf dem die Erkundungsbohrungen stattfinden sollen“, so die Mitglieder der Bürgerinitiative „Kein Erdöl aus Offenbach“.

Um 14 Uhr findet ein ökumenischer Erntedank-Gottesdienst unter dem Motto „Wasser ist Leben“ statt.

Im Anschluss daran informiert die BI anschaulich über das Thema Grundwasser, über Vorkommen und Entstehung, seine Nutzung, die Auswirkungen des Klimawandels und die Gefährdungen durch die Erdölförderung.

Besonders auch für junge Besucher gibt es ein Programm: geplant sind Drachensteigen, Kürbisschnitzen und eine Malwerkstatt.

Im Vorfeld werden Kinder der Kindertagesstätten und der Grundschule Offenbach Bilder zum Thema „Wasser ist Leben“ malen. Diese „ gesammelten Werke“ werden am 4. Oktober am Gottesdienstplatz ausgestellt.

 

Filme:

Den Film „Verstrahlt-Vergiftet-Vergessen“ finden Sie hier


Den Film „Ölbohrung Grundwasser Emlichheim“ finden Sie hier


Den Film „Die Tricks der Öl- und Gaskonzerne in Deutschland“ finden Sie hier


Radio:

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte, liebe Menschen bundesweit!

Eine Sendung zum Thema Ölbohrung in Offenbach und der Südpfalz.

Radiobeitrag Deutschlandfunk Kultur vom 26.05.2020:

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2020/05/26/umstrittene_erdoelfoerderung_in_der_pfalz_laenderreport_drk_20200526_1323_7bbba63f.mp3


Radiobeitrag SWR4 Rheinland-Pfalz vom 22.11.2019:


Presse:

 

Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Zahn aus Ilbesheim:

Verunreinigung ist ausgeschlossen“- aus dem Handbuch für Ölbohrungen

könnten die Ausführungen von Herrn Zahn aus Ilbesheim sein. Die technische Vorgehensweise für Bohrungen und die Vorkehrungen zum Schutz des Grundwassers mögen ja korrekt dargestellt sein, aber die Risiken und das Gefahrenpotential, die Horizontalbohrungen in sich bergen sind nicht erwähnt worden. Ein Paradebeispiel, dass sich Murphy`s Gesetz, „was passieren kann, passiert“, bewahrheitet, ist ein Vorkommnis in Emlichheim in Niedersachsen. Dort hat in einer Disposalbohrung das aggressive Lagerstättenwasser die Stahlrohre zum Schutz des Grundwassers so stark korrodiert, dass Millionen Liter giftiger Flüssigkeiten über einen längeren Zeitraum unbemerkt in die Grundwasserleiter gelangt sind. Die Legierung des Stahlrohrs war halt falsch gewählt, – oder war es der Zement?…. Murphy`s Gesetz. Pferdekopfpumpen kommen übrigens bei horizontal abgelenkten Bohrungen auch nicht zum Einsatz. Diese Fördertechnik kennt man aus dem Bohrfeld um Landau. Dort gibt es bisher nur Vertikalbohrungen und das mitgeförderte Lagerstättenwasser wird auch nicht wieder vor Ort verpresst, sondern das Wasser- Ölgemisch wird zu Wintershall in Bornheim transportiert. Das Lagerstättenwasser wird in einer Disposalbohrung ähnlich wie in Emlichheim in die Tiefe verpresst und das Öl in LKW zur Raffinerie gefahren.Die modernere Technik der horizontal abgelenkten Bohrungen wurde zum Beispiel in Speyer Römerberg angewandt. Dort hatte man das Glück auf eine Lagerstätte zu stoßen, bei der das Erdöl anfangs von alleine aus dem Bohrloch sprudelte. Mit der Zeit nimmt der Druck in der Lagerstätte aber ab. Um diesen Druck aufrecht zu erhalten, entnimmt man aus dem oberen Grundwasserleiter sogenanntes Zusatzwasser, gleicht den pH Wert mit Additiven an das Lagerstättenwasser an und verbringt es durch eine Hilfsbohrung ins ölhaltige Gestein, in Buntsandstein, Muschelkalk und Keuperschichten in etwa 2000 m Tiefe. Kein Salzwasser, wie behauptet, sondern Grundwasser, das auch zur Trinkwassergewinnung oder zur landwirtschaftlichen Bewässerung genommen wird. Beantragt ist die vierfache Wassermenge wie die Landwirtschaft dort zur Zeit entnimmt. Sogar das Uferfiltrat aus dem Rhein ist nicht gut genug!  Zum Genehmigungsverfahren: Die Zuständigkeit liegt beim Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz. Dieses erteilt Sonder- und Hauptbetriebspläne zur Errichtung einer Bohrstelle, für die Explorationsbohrung und für die Förderung von Erdöl. Es werden aber auch Fachbehörden hinzugezogen. Die Struktur und Genehmigungsdirektion Süd, SGD, die Wasserbehörden, die Landwirtschaftskammer, die Regionalplaner, der Landesbetrieb Mobilität usw. usw. und ja auch die Bürgermeister und Gemeinderäte müssen eine Stellungnahme zu Betriebsplänen abgeben. Nicht zuletzt sind auch die Bürger aufgefordert, Einwände zu erheben, denn die Betriebspläne werden öffentlich einsehbar.Entscheidend ist aber die Rechtslage: Im Bundesberggesetz (BBergG) ist das alles wohl geregelt, und kein Mitarbeiter des Bergamts wird sich der Rechtsbeugung schuldig machen wollen.Eine Novellierung dieses Gesetzes aus Kaiser Wilhelms autokratischer Zeit ist längst überfällig! Genauso überfällig wie die Abkehr von fossilen Energieträgern.Wer dann immer noch ein Nebeneinander von Erdölförderung und sensibler Natur propagiert, hat einfach den Schuss nicht gehört.

Gerd Müller, Herxheim


Leider erlauben uns die Herausgeber der Rheinpfalz keine Zweitverwendung ihrer 

Artikel über die Thematik.   Über die Links erreichen Sie das digitale Onlineportal.

Artikel sind nur nach Anmeldung vollständig abrufbar.

9.12.2019 – Offenbach: Resolution gegen Erdöl-Projekt: RHEINPFALZ.de

https://www.rheinpfalz.de › lokal › landau › artikel › offenbach-resolution…

29.11.2019 – Offenbach: Gemeinderat geschlossen gegen Erdölprojekt   

https://www.rheinpfalz.de › lokal › landau › artikel › offenbach-gemeinde…

 

13.11.2019 – Bericht: Bürgerinitiative wehrt sich gegen Dallas in der Pfalz –

Mannheimer Morgen

09.11.2019 – Bericht über die Einwohnerversammlung am 06.11.2019 in Offenbach – Pfalzexpress
10.11.2019 – Bericht: Landau: Grüne gegen weitere Erdölförderung im Oberrheingraben – Die Rheinpfalz 
07.11.2019 – Bericht: Offenbach: Wie ist der aktuelle Stand in Sachen Erdölbohrungen? – Die Rheinpfalz 
06.11.2019 – Bericht: Südpfalz: Bürgerinitiative stellt mehrere Protestplakate gegen Erdölbohrungen auf – Die Rheinpfalz 
07.10.2019 – Bericht: SÜW: Widerstand gegen Ölförderung wächst – Die Rheinpfalz 
29.09.2019 – Bericht: Herxheim: Grüne wollen gegen geplante Ölbohrungen kämpfen – Die Rheinpfalz 
30.08.2019 – Bericht: Offenbach: Könnte geplante Ölbohrung gefährlich für Menschen und Gebäude sein? – Die Rheinpfalz 
11.07.2019 – Bericht: SWR Aktuell: Neue Runde im Kampf gegen Erdöl auf Acker im südpfälzischen Offenbach – Die Rheinpfalz 
10.07.2019 – Bericht: SÜW: Darf nach Gerichtsentscheidung auf Feld bei Offenbach nach Erdöl gebohrt werden? – Die Rheinpfalz
12.05.2019 – Bericht: SÜW: Landwirte und Naturschützer wollen Bürgerinitiative gegen Erdölbohrungen gründen – Die Rheinpfalz 
10.05.2018 – Bericht: Offenbach: Gerichtsstreit zwischen Kirche und Pächter – Die Rheinpfalz 
06.03.2019 – Bericht: Ölbohrung in Offenbach: Kirche hat „politische Dimension unterschätzt“ – Die Rheinpfalz